Berufungskompass

Ungefähr jeder dritte Jugendliche im deutschen Sprachraum bricht die Berufsausbildung oder das Studium unvollendet ab. Hinter dieser alarmierenden Statistik verbergen sich nicht nur leidvolle Schicksale junger Menschen, die ihren Einstieg ins Erwachsenenalter als Scheitern erleben, und von deren Eltern, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen. 


Volkswirtschaftlich gesehen kosten die massenhaft abgebrochenen Jugendkarrieren Milliarden, die wir uns schon deshalb nicht leisten können, weil infolge der demografischen Entwicklung der Nachwuchs an qualifizierten Fach- und Führungskräften immer dünner wird.

 

Ein Hauptgrund für abgebrochene Jugendkarrieren liegt darin, dass heranwachsende Menschen noch nicht wissen und auch noch nicht wissen können, was ihr „berufliches Naturell“ – Neigungen und Abneigungen, Interessen und Desinteressen, Motive und Werthaltungen – ausmacht. Sie folgen gerne Einflüsterungen wohlmeinender, aber oft nur eigenen Wunschprojektionen erliegender Bezugspersonen, lassen sich leicht blenden vom medial vermittelten, vermeintlichen Glanz klischeehafter Traumkarrieren und steigern sich dann häufig in Fantasien, die jeglicher Realität entbehren.


Der Berufungskompass ist kein Test, sondern ein ideografisches, standardisiertes Explorationsverfahren.

 

  • ideografisch -> untersucht, beschreibt und versteht die Einzigartigkeit eines Individuums durch Aufzeigen von Relationen innerhalb des betreffenden Individuums, nicht durch Vergleich mit anderen Individuen
  • standardisiert -> bei allen Individuen exakt gleiche Methodik beim Erfassen und Auswerten von Informationen
  • Explorationsverfahren -> ein Instrument zur systematischen Erkundung mittels Befragung

Der Berufungskompass ist Projektpartner der Initiative Schulen der Zukunft von Prof. Dr. Gerald Hüther und Daniel Hunziker. Schulen der Zukunft setzt sich für Potenzialentfaltung an Schulen im deutschsprachigen Raum ein.

-> Link zu Schulen der Zukunft